Inhaltsverzeichnis

  1. Wovon die Kosten abhängen
  2. Typische Kosten je Leistung
  3. Warum Lexware Office den Aufwand senkt
  4. Flatrate oder Einzelleistungen?
  5. Was ein Steuerberaterwechsel kostet
  6. Sind Steuerberaterkosten absetzbar?
  7. Tipps zum Sparen
  8. Häufige Fragen
Kurz vorab: Was ein Steuerberater kostet, richtet sich nach der Steuerberatervergütungsverordnung (StBVV) und hängt vor allem von Umsatz, Belegmenge und Rechtsform ab. Bei LXO beginnt die laufende Finanzbuchhaltung aus Lexware Office bei 209 € im Monat, der Jahresabschluss bei 1.190 € im Jahr (mit Bilanz, etwa für eine GmbH, ab 1.500 €) und die Steuerberater-Flatrate mit Abschluss und Beratung bei 397 € im Monat – jeweils netto zzgl. MwSt. Die Kosten sind als Betriebsausgaben absetzbar, soweit sie den Betrieb betreffen.

Wovon die Kosten für den Steuerberater abhängen

Steuerberater rechnen nicht frei nach Gefühl ab. Grundlage ist die Steuerberatervergütungsverordnung (StBVV), die zuletzt zum 1. Juli 2025 angepasst wurde. Sie legt für jede Leistung einen Gebührenrahmen fest, etwa 2/10 bis 12/10 einer vollen Gebühr für die monatliche Buchführung. Wie hoch eine „volle Gebühr“ ist, ergibt sich aus Tabellen, und zwar abhängig vom Gegenstandswert. Je höher dieser Wert, desto höher die Gebühr.

Welcher Wert maßgeblich ist, hängt von der Leistung ab:

  • Buchführung: der höhere Betrag aus Jahresumsatz oder Summe des Aufwands (bei der Einnahmen-Überschuss-Rechnung: Betriebseinnahmen oder Betriebsausgaben).
  • Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR): der höhere Betrag aus Betriebseinnahmen oder Betriebsausgaben, mindestens 17.500 €.
  • Jahresabschluss mit Bilanz: das Mittel aus berichtigter Bilanzsumme und betrieblicher Jahresleistung.
  • Steuererklärungen: etwa die Summe der positiven Einkünfte (Einkommensteuer) oder das Einkommen (Körperschaftsteuer).

Innerhalb des Rahmens bestimmt der Aufwand im Einzelfall, wo die Gebühr landet. Und hier entscheiden praktische Faktoren:

  • Belegmenge: Wie viele Eingangs- und Ausgangsrechnungen, Bankumsätze und Zahlungsanbieter-Buchungen fallen im Monat an?
  • Rechtsform und Gewinnermittlung: Eine EÜR für Freiberufler ist deutlich weniger aufwendig als die Bilanz einer GmbH mit E-Bilanz und Offenlegung.
  • Qualität der Unterlagen: Fehlende Belege, unklare Zahlungen oder Buchungsfehler kosten Nacharbeit.
  • Komplexität: Auslandsgeschäfte, Beteiligungen, Gesellschafterdarlehen oder eine Holding erhöhen den Aufwand.
  • Mitarbeitende: Jede Lohnabrechnung wird pro Person und Monat berechnet.

Viele Kanzleien vereinbaren statt der Einzelabrechnung feste Beträge. Das ist ausdrücklich zulässig: Eine Vergütungsvereinbarung muss nach § 4 StBVV in Textform getroffen werden. Die frühere Sonderregel für Pauschalvergütungen (§ 14 StBVV) ist 2025 entfallen; feste Monatsbeträge werden seither als solche Vergütungsvereinbarung geschlossen.

Typische Kosten je Leistung im Überblick

Die folgende Übersicht zeigt, wie die StBVV die einzelnen Leistungen bemisst, und welche Richtwerte bei LXO gelten. Die Gebührenrahmen beziehen sich auf die Fassung seit 1. Juli 2025.

LeistungGrundlage nach StBVVRichtwert bei LXO (netto)
Laufende Finanzbuchhaltung inkl. BWA und Umsatzsteuer-Voranmeldung2/10 bis 12/10 einer vollen Gebühr (Tabelle C) pro Monat; USt-Voranmeldung zusätzlich 1/10 bis 6/10 (Tabelle A)ab 209 € im Monat
Lohnbuchhaltung6 bis 30 € je Arbeitnehmer und Abrechnungsmonat, Einrichtung der Lohnkonten 6 bis 19 € je Arbeitnehmernach Angebot, je nach Zahl der Beschäftigten
Jahresabschluss als EÜR (Einzelunternehmer, Freiberufler)5/10 bis 30/10 (Tabelle B), Gegenstandswert mindestens 17.500 €ab 1.190 € im Jahr inkl. betrieblicher Steuererklärungen
Jahresabschluss mit Bilanz (z. B. GmbH, UG)10/10 bis 40/10 (Tabelle B) für Bilanz und GuV, Anhang zusätzlich 2/10 bis 12/10ab 1.500 € im Jahr
Steuererklärungenz. B. Einkommensteuer 1/10 bis 6/10, Körperschaftsteuer 2/10 bis 8/10, Gewerbesteuer 1/10 bis 6/10, Umsatzsteuer 1/10 bis 8/10 (jeweils Tabelle A)betriebliche Erklärungen im Jahresabschluss enthalten
Testierte BWA für Bank oder Investorenkeine eigene Gebührenposition, individuelle Vereinbarungab 790 € im Jahr
Steuerliche Beratung (Einzelfragen)Zeitgebühr 16,50 bis 41 € je angefangene Viertelstundeab 135 € pro Stunde
Steuerberater-FlatrateVergütungsvereinbarung in Textform (§ 4 StBVV)ab 397 € im Monat

Alle LXO-Preise sind Richtwerte netto zzgl. 19 % MwSt.; zu Beginn eines Mandats fällt einmalig eine Onboarding-Gebühr von 450 € netto für Einrichtung, Datenübernahme und Lexware-Anbindung an. Eine erste Orientierung für Ihr Unternehmen nach der Gebührenordnung gibt Ihnen unser Honorarrechner, alle Pakete stehen auf der Preisseite.

EÜR oder Bilanz: der größte Kostenunterschied

Freiberufler und kleinere Gewerbetreibende ohne Buchführungspflicht ermitteln ihren Gewinn per EÜR. Eine GmbH oder UG muss dagegen bilanzieren: mit Abgrenzungen, Rückstellungen, Anlagenverzeichnis, E-Bilanz, Körperschaftsteuererklärung und Offenlegung. Deshalb liegt der Abschluss einer Kapitalgesellschaft spürbar höher. Was im Detail dazugehört, erklärt der Ratgeber GmbH-Jahresabschluss: Kosten; wie wir Kapitalgesellschaften betreuen, steht unter Steuerberater für die GmbH.

Warum Lexware Office den Aufwand senkt

Ein großer Teil der Steuerberaterkosten entsteht nicht durch Fachfragen, sondern durch das Beschaffen, Sortieren und Abtippen von Unterlagen. Mit Lexware Office fällt davon vieles weg, wenn Ihr Steuerberater über den Steuerberater-Zugang direkt in Ihrem Konto arbeitet:

  • Kein Export, kein Pendelordner: Belege und Bankumsätze liegen bereits digital vor; nichts muss verschickt oder nacherfasst werden.
  • Weniger Rückfragen: Belege sind den Zahlungen meist schon zugeordnet; offene Punkte lassen sich direkt am Beleg klären.
  • Prüfung über das Jahr verteilt: Wer monatlich bucht, hat am Jahresende keine Massennacharbeit.
  • Abschlussbuchungen im System: Abgrenzungen und Korrekturen lassen sich dort vornehmen, wo die Daten liegen.

Dieser geringere Aufwand ist der Grund, warum wir feste Richtwerte nennen können, statt jede Stunde einzeln abzurechnen. Wie der Zugang technisch funktioniert und welche Rolle DATEV dabei spielt, lesen Sie im Ratgeber Zusammenarbeit mit dem Steuerberater in Lexware Office.

Flatrate oder Einzelleistungen? Ein Rechenbeispiel

Ob sich eine Flatrate lohnt, hängt davon ab, wie viel Beratung Sie neben Buchhaltung und Abschluss brauchen. Zwei typische Fälle auf Basis unserer Einstiegspreise:

Position (pro Monat, netto)GmbH mit regelmäßigem BeratungsbedarfFreiberufler mit wenig Beratungsbedarf
Finanzbuchhaltung209,00 €209,00 €
Jahresabschluss, auf den Monat gerechnet125,00 € (1.500 € Bilanz)99,17 € (1.190 € EÜR)
Beratung nach Stunden (135 €/Std.)2 Stunden = 270,00 €½ Stunde = 67,50 €
Summe Einzelleistungen604,00 €375,67 €
Flatrateab 397 €ab 397 €

Das Ergebnis: Wer regelmäßig Fragen zu Gehalt, Investitionen, Gewinnausschüttung oder Verträgen hat, fährt mit der Flatrate in der Regel günstiger und ruft eher einmal mehr an, weil kein Stundenzähler läuft. Wer selten Beratung braucht, kann mit Einzelleistungen günstiger liegen. Dazu kommt die Planbarkeit: Mit der Flatrate gibt es keine separate Abschlussrechnung am Jahresende. Der tatsächliche Preis hängt bei beiden Modellen von Belegmenge und Umsatz ab; die Zahlen oben sind Einstiegswerte.

In der Flatrate enthalten: Finanzbuchhaltung aus Lexware Office, BWA bis zum 5. des Folgemonats, Umsatzsteuer-Voranmeldung, Jahresabschluss und alle Steuererklärungen, laufende Beratung inklusive „Tür-und-Angel-Beratung“ und ein persönlicher Ansprechpartner. Lohnbuchhaltung und testierte BWA sind zusätzlich buchbar.

Was ein Steuerberaterwechsel kostet

Ein Wechsel ist in der Regel einfacher und günstiger, als viele erwarten. Steuerberatungsverträge können nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs grundsätzlich jederzeit gekündigt werden (§ 627 BGB); prüfen Sie dennoch, was in Ihrer Vereinbarung steht. Kosten entstehen an drei Stellen:

1. Abschlussarbeiten beim bisherigen Berater

Leistungen, die Ihr bisheriger Berater bereits erbracht hat, stellt er in Rechnung, etwa die Buchhaltung bis zum Wechselmonat oder einen begonnenen Jahresabschluss. Klären Sie vorab, wer den offenen Abschluss des Vorjahres erstellt. Oft ist es sinnvoll, dass er beim bisherigen Berater bleibt, wenn dieser schon weit fortgeschritten ist; sonst übernimmt die neue Kanzlei den kompletten Abschluss.

2. Datenübergabe

Ihr bisheriger Berater muss Ihnen die Unterlagen herausgeben, die er von Ihnen oder für Sie erhalten hat (§ 66 StBerG). Bei offenen Rechnungen darf er sie grundsätzlich zurückhalten, bis diese bezahlt sind. Benötigt werden vor allem Vorjahresabschluss, Saldenvorträge, Anlagenverzeichnis, Lohnkonten, Steuerbescheide und Verlustvorträge. Für die Aufbereitung oder Übertragung von Daten berechnen manche Kanzleien ihren Aufwand; fragen Sie danach. Mit Lexware Office ist dieser Teil überschaubar, weil Belege und Buchungen in Ihrem eigenen Konto liegen und nicht beim Berater.

3. Einrichtung bei der neuen Kanzlei

Bei LXO deckt die einmalige Onboarding-Gebühr von 450 € netto die Mandatseinrichtung ab. Kündigung, Datenübernahme und Vollmachten übernehmen wir für Sie; der Start ist innerhalb von 48 Stunden möglich.

Typische Fallstricke: laufende Fristen für Umsatzsteuer-Voranmeldung und Lohnsteuer-Anmeldung, die im Wechselmonat niemand im Blick hat; nicht übertragene Vollmachten beim Finanzamt, sodass Bescheide beim alten Berater landen; offene Einspruchsfristen (in der Regel ein Monat); der noch aktive Steuerberater-Zugang des alten Beraters in Lexware Office; Lohnabrechnungen mitten im Jahr ohne die kumulierten Vorwerte. Am einfachsten ist ein Wechsel zum Jahres- oder Quartalswechsel.

Alle Schritte in der richtigen Reihenfolge finden Sie in unserer Checkliste zum Steuerberaterwechsel.

Sind Steuerberaterkosten absetzbar?

Ja, soweit sie Ihren Betrieb betreffen. Honorare für Buchhaltung, Lohnabrechnung, Jahresabschluss, Umsatzsteuer-, Gewerbesteuer- und Körperschaftsteuererklärung sowie betriebliche Beratung sind Betriebsausgaben und mindern den Gewinn. Bei einer GmbH gilt das für alle Kosten, die die Gesellschaft beauftragt und die ihre eigenen Angelegenheiten betreffen. Als Unternehmer mit Vorsteuerabzug erhalten Sie zudem die Umsatzsteuer auf die Rechnung als Vorsteuer zurück.

Anders bei privaten Steuerthemen: Seit 2006 sind Steuerberatungskosten nicht mehr als Sonderausgaben absetzbar. Abzugsfähig bleibt nur, was Betriebsausgaben oder Werbungskosten sind. Für die Einkommensteuererklärung eines Einzelunternehmers bedeutet das: Die Kosten für die Gewinnermittlung (Anlage EÜR) sind Betriebsausgaben, der Anteil für den rein privaten Teil der Erklärung nicht. Gemischte Kosten werden aufgeteilt; für kleinere Beträge gibt es Vereinfachungsregeln der Finanzverwaltung. Weisen Sie den Berater daher am besten an, betriebliche und private Leistungen getrennt abzurechnen.

Tipps: So senken Sie Ihre Steuerberaterkosten

  • Belege sofort in Lexware Office: Rechnungen per Upload, Mail-Weiterleitung oder Foto erfassen, statt sie am Quartalsende zu suchen.
  • Bankkonten anbinden: Alle Geschäftskonten und Zahlungsanbieter verbinden, damit nichts manuell nachgetragen werden muss.
  • Privates und Betriebliches trennen: ein eigenes Geschäftskonto spart Rückfragen und Korrekturen.
  • Rückfragen gesammelt beantworten: Offene Posten einmal im Monat abarbeiten, statt sie bis zum Abschluss liegen zu lassen.
  • Selbst buchen, wenn es passt: Wer sicher bucht, kann statt der vollen Buchhaltung eine Kontrollbuchung nutzen. Rechnen Sie aber ehrlich: Setzen Sie Ihre eigene Stunde mit 60 € an, sind drei gesparte Stunden im Monat bereits 180 € wert.
  • Fristen einhalten: Verspätungszuschläge und Schätzungen kosten mehr als jede Steuerberaterstunde.
  • Passendes Modell wählen: Bei regelmäßigem Beratungsbedarf die Flatrate, sonst Einzelleistungen; und die testierte BWA nur dann, wenn Bank oder Investor sie verlangen.
  • Leistungsumfang schriftlich klären: Was ist enthalten, was wird extra berechnet, gibt es eine Einrichtungsgebühr? Seriöse Kanzleien beantworten das vor Mandatsbeginn.

Wenn Sie überlegen, die Buchhaltung ganz abzugeben, hilft der Ratgeber Buchhaltung outsourcen bei der Entscheidung. Einen Überblick über die laufende Betreuung gibt die Seite Finanzbuchhaltung mit Lexware Office, zum Abschluss die Seite Jahresabschluss.

Häufige Fragen zu Steuerberaterkosten

Was kostet ein Steuerberater für Lexware Office im Monat?
Das hängt von Belegmenge, Umsatz und Rechtsform ab. Bei LXO beginnt die laufende Finanzbuchhaltung aus Lexware Office bei 209 € im Monat, die Steuerberater-Flatrate mit Jahresabschluss, allen Steuererklärungen und laufender Beratung bei 397 € im Monat, jeweils netto zzgl. MwSt.
Was kostet der Jahresabschluss beim Steuerberater?
Nach der StBVV richtet sich die Gebühr nach dem Gegenstandswert, also nach Umsatz, Ausgaben oder Bilanzsumme. Bei LXO beginnt der Jahresabschluss als Einnahmen-Überschuss-Rechnung bei 1.190 € im Jahr, mit Bilanz, etwa bei einer GmbH, bei 1.500 € im Jahr, jeweils netto. In der Flatrate ist er bereits enthalten.
Wann lohnt sich eine Steuerberater-Flatrate?
Eine Flatrate lohnt sich vor allem, wenn Sie neben Buchhaltung und Jahresabschluss regelmäßig steuerliche Beratung brauchen, etwa als GmbH. Wer kaum Beratungsbedarf hat, kann mit Einzelleistungen günstiger fahren. Die Flatrate bietet zusätzlich planbare Kosten ohne separate Abschlussrechnung.
Sind Steuerberaterkosten absetzbar?
Ja, soweit sie den Betrieb betreffen. Kosten für Buchhaltung, Jahresabschluss, betriebliche Steuererklärungen und betriebliche Beratung sind Betriebsausgaben. Kosten für rein private Steuerthemen sind seit 2006 nicht mehr als Sonderausgaben abziehbar; gemischte Kosten werden aufgeteilt.
Was kostet ein Wechsel des Steuerberaters?
Der bisherige Berater rechnet die bereits erbrachten Leistungen ab, und für die Datenübergabe können geringe Kosten entstehen. Bei LXO fällt für Einrichtung, Datenübernahme und Lexware-Anbindung einmalig eine Onboarding-Gebühr von 450 € netto an. Kündigung, Datenübernahme und Vollmachten übernimmt LXO.
Wird der Steuerberater günstiger, wenn ich selbst in Lexware Office buche?
Häufig ja. Wer sicher bucht, kann statt der vollständigen Buchhaltung eine regelmäßige Kontrollbuchung nutzen. Vor dem Jahresabschluss werden die eigenen Buchungen dann geprüft und abgestimmt; dieser Prüfaufwand fließt in den Preis für den Abschluss ein.

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Stand: Oktober 2026. Allgemeine Informationen ohne Gewähr; sie ersetzen keine Beratung im Einzelfall. Alle Preise netto zzgl. 19 % MwSt.