Inhaltsverzeichnis

  1. Was Lexoffice selbst leistet
  2. Die drei gängigen Modelle
  3. Rechenbeispiel: Ab wann lohnt sich die Kanzlei?
  4. Klare Empfehlung je nach Situation

Was Lexoffice selbst leistet

Lexware Office (ehemals lexoffice) übernimmt die vorbereitende Buchhaltung automatisiert: Belege werden per App oder Drag-and-Drop erfasst, Bankbewegungen automatisch abgeglichen, Rechnungen GoBD-konform erstellt. Was die Software hingegen nicht kann: Jahresabschlüsse erstellen, Steuererklärungen einreichen oder steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten identifizieren. Dafür ist nach deutschem Recht ein zugelassener Steuerberater erforderlich.

Die drei gängigen Modelle

1. Vollständige Selbstbuchung

Sie buchen alle Belege selbst in Lexoffice. Am Jahresende geben Sie die Daten an einen Steuerberater für den Abschluss weiter. Günstig, aber zeitintensiv und fehleranfällig ohne steuerliches Vorwissen.

2. Teilbetreut

Sie erfassen Belege selbst, ein Steuerberater prüft die Buchungen monatlich, erstellt die Umsatzsteuervoranmeldung und den Jahresabschluss. Ein guter Mittelweg für einfache Geschäftsstrukturen.

3. Vollbetreut

Der Steuerberater greift direkt auf Ihr Lexoffice-Konto zu, bucht alle Belege, erstellt USt-VA und BWA monatlich und übernimmt den Jahresabschluss. Ihr Aufwand: Belege erfassen per App. Alles andere läuft automatisch. Kosten ab 209 € netto/Monat für Buchführung, ab 397 € netto für das Rundum-Paket.

Rechenbeispiel: Ab wann lohnt sich die Kanzlei?

Ein Selbstständiger mit einem Stundensatz von 65 € und 5 Stunden monatlichem Buchhaltungsaufwand investiert effektiv 325 € pro Monat in eigene Buchführung — zuzüglich Fehlerrisiko und steuerlicher Unsicherheit. Eine vollbetreute Buchführung ab 209 € netto ist in vielen Fällen die wirtschaftlichere Entscheidung.

Hinzu kommt: Fehler in der Buchführung können Zinsen, Nachzahlungen oder sogar Bußgelder nach sich ziehen. Eine korrekt erstellte und rechtzeitig eingereichte Umsatzsteuervoranmeldung durch einen Steuerberater ist günstiger als eine nachträgliche Korrektur.

Klare Empfehlung je nach Situation

Selbstbuchung sinnvoll bei: Kleinunternehmerstatus, sehr geringem Buchungsvolumen (unter 30 Vorgänge/Monat), einfacher Geschäftsstruktur ohne internationale Transaktionen.

Kanzlei empfehlenswert bei: GmbH oder bilanzierungspflichtiger Rechtsform, mehr als 50 Buchungen pro Monat, internationalem Geschäft (OSS, Reverse Charge), Wachstumsphasen, Finanzierungsverhandlungen oder Investorengesprächen. In diesen Fällen überwiegt der Mehrwert der professionellen Betreuung die Kosten deutlich.

Häufige Fragen

Lohnt sich ein Steuerberater für Lexoffice-Nutzer wirklich? +
Für GmbHs, wachsende Unternehmen und alle mit internationalem Geschäft ja. Der Mehrwert aus Zeitersparnis, Fehlerreduktion und proaktiver Steuergestaltung überwiegt die Kosten in der Regel ab einem Stundensatz von 50 Euro und mehr als 3 Stunden monatlichem Eigenaufwand.
Was kostet die vollbetreute Buchführung über Lexoffice? +
Die vollbetreute Buchführung beginnt bei LXO ab 209 Euro netto pro Monat. Pakete mit Jahresabschluss und laufender Steuerberatung starten ab 397 Euro netto pro Monat. Alle Preise zzgl. 19 % MwSt., plus einmalige Onboarding-Gebühr.
Kann ich Lexoffice auch ohne Steuerberater für den Jahresabschluss nutzen? +
Nein. Den Jahresabschluss selbst beim Finanzamt einzureichen ist in Deutschland nur Steuerberatern und einigen wenigen anderen zugelassenen Berufen erlaubt. Lexoffice liefert die Rohdaten — der Abschluss muss von einer Kanzlei erstellt werden.

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