Inhaltsverzeichnis

  1. Warum GmbHs bilanzierungspflichtig sind
  2. Was Lexware Office für GmbHs liefert
  3. Was der Steuerberater übernimmt
  4. Fristen und Offenlegungspflicht
  5. Typische Kosten

Warum GmbHs bilanzierungspflichtig sind

Eine GmbH ist nach deutschem Recht eine Kapitalgesellschaft und damit kraft Gesetzes Kaufmann (§ 6 HGB). Das bedeutet: Buchführungspflicht und Pflicht zur Erstellung eines Jahresabschlusses gelten ohne Wenn und Aber — unabhängig von Umsatz, Gewinn oder Mitarbeiterzahl.

Der Jahresabschluss einer GmbH besteht mindestens aus Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung (GuV). Mittelgroße und große GmbHs müssen zusätzlich einen Anhang und in vielen Fällen einen Lagebericht erstellen.

Was Lexware Office für GmbHs liefert

Lexware Office ist für GmbHs als vorbereitende Buchhaltungssoftware bestens geeignet. Die wichtigsten Funktionen für GmbH-Inhaber:

  • GoBD-konforme Belegerfassung und -archivierung
  • Automatischer Bankabgleich mit Buchungsvorschlägen
  • Monatliche BWA und Summen- und Saldenlisten
  • Direkter Steuerberater-Zugang ohne manuelle Exporte
  • Lohnbuchhaltung für Mitarbeiter (ab Tarif XL)
  • Unterstützung für DATEV-Export, falls die Kanzlei DATEV nutzt
Den finalen Jahresabschluss — Bilanz, GuV, E-Bilanz und Steuererklärungen — erstellt der Steuerberater. Lexware liefert die saubere Datenbasis dafür.

Was der Steuerberater für die GmbH-Bilanz übernimmt

Ein Steuerberater mit Lexware-Direktzugang übernimmt folgende Jahresabschlussarbeiten für GmbHs:

  • Prüfung und Korrektur der Buchführung
  • Abschlussbuchungen: Abschreibungen, Rückstellungen, Forderungen und Verbindlichkeiten
  • Erstellung der Bilanz und GuV nach HGB
  • Erstellung der E-Bilanz für das Finanzamt
  • Körperschaftsteuererklärung (15 % zzgl. Solidaritätszuschlag)
  • Gewerbesteuererklärung
  • Umsatzsteuerjahreserklärung
  • Offenlegung im Bundesanzeiger

Fristen und Offenlegungspflicht

GmbHs unterliegen einer doppelten Fristregelung:

  • Steuererklärungen: Mit Steuerberater verlängerte Frist bis 30. April des zweiten Folgejahres. Für 2025 also bis 30. April 2027.
  • Offenlegung Bundesanzeiger: Spätestens 12 Monate nach Geschäftsjahresende. Für das Geschäftsjahr 2025 also bis 31. Dezember 2026.
Verspätete Offenlegung wird vom Bundesamt für Justiz aktiv verfolgt und mit Bußgeldern ab 2.500 Euro sanktioniert. Der Steuerberater überwacht diese Frist und reicht die Offenlegung rechtzeitig ein.

Typische Kosten für den GmbH-Jahresabschluss

Die Kosten für den Jahresabschluss einer GmbH hängen von Größe, Buchungsvolumen und Komplexität ab. Richtwerte netto zzgl. 19 % MwSt.:

  • Kleine GmbH (bis ca. 500.000 € Umsatz): ab 1.500 €/Jahr
  • Mittelgroße GmbH (bis ca. 2 Mio. € Umsatz): ab 2.500 €/Jahr
  • Bei laufender Buchführung über Lexware: tendenziell günstiger, da weniger Aufbereitungsaufwand

Häufige Fragen

Muss eine GmbH immer einen Jahresabschluss erstellen?
Ja. Jede GmbH ist kraft Gesetzes bilanzierungspflichtig, unabhängig von Umsatz, Gewinn oder Mitarbeiterzahl. Der Jahresabschluss besteht aus Bilanz und GuV und muss von einem Steuerberater erstellt werden.
Bis wann muss die GmbH den Jahresabschluss einreichen?
Die Steuererklärungen können mit Steuerberater bis zum 30. April des zweiten Folgejahres eingereicht werden. Die Offenlegung im Bundesanzeiger muss spätestens 12 Monate nach Geschäftsjahresende erfolgen.
Eignet sich Lexware Office für GmbHs?
Ja. Lexware Office eignet sich für die vorbereitende Buchführung von GmbHs hervorragend. Den finalen Jahresabschluss mit Bilanz und GuV erstellt der Steuerberater direkt aus den Lexware-Daten.

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